Ebene der Geschäftsdomänen und Organisationseinheiten

Die Ebene der Geschäftsdomänen und Organisationseinheiten bildet die dritte Stufe im Vier-Ebenen-Modell. Die zentrale Frage auf dieser Ebene lautet: WER verantwortet und steuert Services?

Services werden von Organisationseinheiten erbracht. Die Organisationsstruktur bildet die vertikale, hierarchische Sicht auf ein Unternehmen. Aus einer horizontalen, prozessbezogenen Perspektive heraus können Services auch thematisch eingeteilt werden. Hierfür wird das Konzept der Geschäftsdomäne angewendet. Beide Sichtweisen kombiniert führen zu einer Matrix-Struktur, in der Services sowohl Geschäftsdomänen als auch Organisationseinheiten zugeordnet sind.

Matrix-Struktur

Matrix-Struktur

Für die Steuerung von Organisationseinheiten kommen klassische Instrumente wie Stellenbeschreibungen oder Funktionsdiagramme in Betracht, aber auch moderne Instrumente wie bilaterale Service-Verträge zwischen Abteilungen. Die verantwortliche Rolle ist der Leiter einer Organisationseinheit. Er stellt sicher, dass sein Servicebereich einen immer besseren Beitrag zur Erfüllung der Unternehmensstrategie liefert.

Die Geschäftsdomänenstruktur ist inhaltlich begründet und orientiert sich an den Hauptgeschäftsobjekten des Unternehmens. Bedeutende Geschäftsobjekte sind beispielsweise Produkte, Waren, Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, IT-Systeme oder Geschäftskonten. Von der Domänenstruktur ausgehend können die Geschäftsdomänenmanager bestimmt werden. Ein Domänenmanager initiiert und begleitet Prozessveränderungen innerhalb seiner Geschäftsdomäne. Er stellt sicher, dass Services seiner Domäne bereichsübergreifende Anforderungen immer besser erfüllen. Der Geschäftsdomänenmanager nutzt die verfügbaren Service-Informationen, um Standardisierungs- und Optimierungspotenziale aufzudecken. Weiterhin unterstützt er bei der Erstellung von Richtlinien.

Leiter des gesamten Geschäftsprozessmanagements eines Unternehmens ist der BPM-Manager. Er sorgt für den Aufbau und die Weiterentwicklung von Strukturen, Methoden und Werkzeugen für das Prozessmanagement. Strategische BPM-Maßnahmen begleitet er oder leitet sie selbst. Der BPM-Manger wird von Mitgliedern des Kompetenzcenters unterstützt. Das Kompetenzcenter ist das Expertenteam für BPM-Methoden. Es legt Standards für den Methoden- und Werkzeugeinsatz fest. Weiterhin koordiniert das Kompetenzcenter Trainings- und Coaching-Maßnahmen, um eine angemessene Personengruppe für das BPM zu qualifizieren.