AMADEE 3.0 Glossar
Das AMADEE 3.0 Glossar beinhaltet Definitionen der wichtigsten Begriffen in der AMADEE-Methodik.
Ad-hoc-Service
Ein Ad-hoc-Service ist ein Service, der nicht im Vorhinein geplant und modelliert wurde. Er wird erst während der Service-Ausführung festgelegt.
Aktivierungszeit
Die Aktivierungszeit ist die Zeit zwischen einem Service-Aufruf und dem Start des Services.
Aktivität
Eine Aktivität ist eine Tätigkeit, die im Rahmen eines Prozesses ausgeführt wird. Aktivitäten sind kein Gegenstand der AMADEE Methodik. Diese fordert eine ergebnisorientierte Geschäftsprozessmodellierung. Im Mittelpunkt der Wertschöpfung stehen daher Services und Aufgaben.
AMADEE 3.0 Enterprise Designer
Der AMADEE 3.0 Enterprise Designer ist eine Software, die zum Modellieren, Analysieren und Optimieren von Geschäftsprozessen eingesetzt wird.
AMADEE 3.0 Enterprise Repository
Das AMADEE 3.0 Enterprise Repository ist eine Server-Anwendung zur zentralen Verwaltung und Publizierung von Prozessinformationen. Das Enterprise Repository setzt die Nutzung des Enterprise Designers voraus.
AMADEE 3.0 Enterprise Service Engine
Die AMADEE 3.0 Enterprise Service Engine ist eine Software zur Automatisierung von modellierten Prozessen und zur Berechnung von Service-Kennzahlen. Die Enterprise Service Engine setzt die Nutzung des Enterprise Designers und des Enterprise Repositorys voraus.
AMADEE 3.0 Process Cockpit
Das AMADEE 3.0 Process Cockpit ist Bestandteil der AMADEE 3.0 Enterprise Service Engine. Das Process Cockpit stellt die Benutzeroberfläche zur Bearbeitung und Steuerung einzelner Services dar.
AMADEE 3.0 SOA/EAI Connectors
Die AMADEE 3.0 SOA/EAI Connectors stellen eine Verbindung zu Technologien und Unternehmenssoftware von Fremdanbietern her. Die Konnektoren werden zur Integration von verteilten IT-Landschaften eingesetzt.
AMADEE Assessment
Das AMADEE Assessment basiert auf dem AMADEE Reifegradmodell und beinhaltet einen Fragebogen sowie eine Auswertungsmethode. Die Ergebnisse bilden den Ausgangspunkt für die Planung von Maßnahmen zur Entwicklung eines service-orientierten Geschäftsprozessmanagements.
AMADEE Methodik
Die AMADEE Methodik umfasst gemäß der AMADEE Sphere das Service-Paradigma, die Modellierungsnotation sowie die Einzelmethoden Ist-Analyse, Soll-Design, Implementierung, kontinuierliche Verbesserung und Assessment zum Reifegradmodell.
AMADEE Notation
Die AMADEE Notation beinhaltet alle Modellierungsregeln zum Erstellen von Szenarien.
AMADEE Prozesslösung
Eine AMADEE Prozesslösung ist ein hoch-automatisierter, ausführbarer Geschäftsprozess. Die Lösung beinhaltet organisatorische, technische und ressourcen-bezogene Informationen.
AMADEE Reifegradmodell
Das AMADEE Reifegradmodell beschreibt fünf Entwicklungsstufen eines service-orientierten Geschäftsprozessmanagements. Es dient zusammen mit dem zugehörigen Assessment der Planung von Maßnahmen zur schrittweisen Entwicklung des service-orientierten Unternehmens.
AMADEE Sphere
In der AMADEE Sphere werden die verschiedenen Geschäftsprozessmanagement-Instrumente für ein service-orientiertes Unternehmen dargestellt. Die Sphere besteht aus den Bereichen Service-Paradigma, Modellierungsnotation, Methoden und Technologie.
AMADEE Technologie
Die AMADEE Technologie umfasst alle IT-Komponenten der AMADEE, die das Geschäftsprozessmanagement unterstützen. Unter der Produktbezeichnung AMADEE 3.0 werden der Enterprise Designer, das Enterprise Repository, die Enterprise Service Engine sowie SOA/EAI-Konnektoren geführt.
Aufgabe
Eine Aufgabe ist ein Service, den der Service-Anbieter für sich selbst erbringt. Der Aufruf des Services erfolgt von derselben Rolle wie die Ausführung.
Auftragsnachricht
Die Auftragsnachricht ist Bestandteil einer Schnittstelle und beinhaltet die auftragsrelavanten Informationen für den Service-Aufruf.
Ausgehende Nachricht
Eine ausgehende Nachricht ist Bestandteil einer Schnittstelle und stellt eine Botschaft dar, die vom Service-Anbieter an den Service-Konsumenten gesendet wird.
Bearbeitungszeit
Die Bearbeitungszeit ist die Zeit, während der ein Service produktiv ausgeführt wird. Die Bearbeitungszeit nimmt einen Teil der gesamten Durchlaufzeit ein.
BPM-Manager
Der BPM-Manager leitet das gesamte Geschäftsprozessmanagement eines Unternehmens. Er sorgt für den Aufbau und die Weiterentwicklung von BPM-Strukturen, -Methoden und -Werkzeugen. Strategische BPM-Maßnahmen begleitet er oder leitet sie selbst.
Compliance
Unter Compliance wird die Einhaltung gültiger Normen verstanden. Diese können externe Quellen wie Gesetze oder Standards sein; sie können aber auch durch selbst auferlegte Kodices, Richtlinien oder Regeln motiviert sein.
Durchlaufzeit
Die Durchlaufzeit eines Services ist die Zeit vom Service-Aufruf bis zur Ergebnislieferung. Bestandteile der Durchlaufzeit sind die Rüstzeit, die Bearbeitungszeit und die Transportzeit. Die Verkürzung der Durchlaufzeit stellt ein Potenzial dar, das durch Schwachstellen erschlossen werden kann.
Eingehende Nachricht
Eine eingehende Nachricht ist Bestandteil einer Schnittstelle und stellt eine Botschaft dar, die vom Service-Konsumenten an den Service-Anbieter gesendet wird.
Erfüllungsnachricht
Die Erfüllungsnachricht ist Bestandteil einer Schnittstelle und benennt die Information, die zum Ende eines Services an den Service-Konsumenten geliefert wird.
Ergebnislieferungsstelle
Die Ergebnislieferungstelle stellt den Punkt im Kontrollfluss dar, an dem die Erfüllungsnachricht dem Service-Konsumenten geliefert wird. Dieser Punkt stellt das Ende der Kommunikation mit dem Service-Konsumenten dar.
Explizit
Ein Service-Aufruf ist explizit, wenn der Service-Anbieter ausdrücklich vom Service-Konsumenten beauftragt wurde. Die Zuständigkeiten dieses Service-Aufrufs sind klar definiert.
Führungsservices
Führungsservices sind Services, die eine Planungs- oder Steuerungsaufgabe im Unternehmen erfüllen, z.B. in den Bereichen Geschäftsführung, Planung, Controlling, Organisation oder Risikomanagement.
Geschäftsdomäne
Eine Geschäftsdomäne (kurz: Domäne) umfasst thematisch zusammengehörende Services. Domänen lassen sich durch Anlegen von Sub-Domänen hierarchisch strukturieren.
Geschäftsdomänenmanager
Der Geschäftsdomänenmanager initiiert und begleitet Prozessveränderungen innerhalb seiner Geschäftsdomäne. Er stellt sicher, dass Services seiner Domäne bereichsübergreifende Anforderungen immer besser erfüllen.
Geschäftsebene
Eine Geschäftsebene ist die Bezeichnung für eine Menge von Modellobjekten, die sich auf dem gleichen Abstraktionsniveau befinden. Es lassen sich die vier Geschäftsebenen Unternehmen, Geschäftsdomäne/Organisationseinheit, Service und Prozess unterscheiden.
Geschäftsobjekt
Ein Geschäftsobjekt ist ein betrieblich relevantes Objekt, das durch einen Service wertschöpfend beeinflusst wird.
Geschäftsprozess
Ein Geschäftsprozess (kurz: Prozess) ist eine Folge von Tätigkeiten, die zur Ausführung einer betrieblichen Aufgabe notwendig sind. Nach der AMADEE Methodik beginnt ein Geschäftsprozess mit einem initialen Service-Aufruf und endet mit der Erfüllungsnachricht.
Geschäftsprozessmanagement
Das Geschäftsprozessmanagement (BPM = Business Process Management) umfasst alle Strukturen, Instrumente und Aufgaben zur Verbesserung und zum Management von Geschäftsprozessen.
Geschäftsregel
Eine Geschäftsregel ist eine Vorschrift für die Steuerung von Services bzw. Prozessen. In der AMADEE Methodik treten Geschäftsregeln bspw. in Form von Vorbedingungen oder Schleifen auf.
Globally Unique Identifier
Ein Globally Unique Identifier (GUID) ist eine global eindeutige Zahl, mit der sich ein Objekt identifizieren lässt.
Implizit
Ein Service-Aufruf ist implizit, wenn der Service-Anbieter selbst aktiv werden muss, um das Vorliegen eines Auftrags zu überprüfen.
Initialer Service-Aufruf
Ein initialer Service-Aufruf bildet den Startpunkt eines Geschäftsprozesses und wird durch den Service-Konsumenten ausgelöst.
Interaktion
Eine Interaktion ist ein elementarer Service, der von einem Kontrollschritt aufgerufen wird. Ein manuell ausgeführter Service ist eine menschliche Interaktion, ein automatisch ausgeführter Service eine System-Interaktion. Eine Interaktion kann unter Zuhilfenahme von Ressourcen ausgeführt werden.
Intervention
Eine Intervention stellt eine optionale Einflussmöglichkeit des Service-Verantwortlichen auf einen Kontrollschritt dar. In der Regel wird die Intervention verwendet, wenn ein Kontrollschritt vorzeitig beendet werden soll.
Ist-Modell
Ein Ist-Modell beschreibt Services, wie sie aktuell ausgeführt werden. Das Ist-Modell dient der Analyse und dem Auffinden von Schwachstellen.
Kapazität
Die Kapazität gibt an, wie viele Service-Aufträge eine Organisationseinheit in einer bestimmten Zeit bearbeiten kann.
Kernservices
Kernservices sind ein Services, die sich in der direkten Wertschöpfungskette vom Lieferanten zum Endkunden befinden, z.B. in den Bereichen Produktentwicklung, Teilebeschaffung, Produktion, Dienstleistungen, Marketing, Vertrieb oder Support.
Key Performance Indicator
Ein Key Performance Indicator (KPI) ist eine bedeutende Prozesskennzahl. In der AMADEE Methodik hat ein KPI immer einen Service-Bezug. KPI's werden für einzelne Perioden berechnet und beziehen sich auf alle Services dieses Zeitabschnitts.
Kodex
Ein Kodex legt selbstverpflichtend Verhaltensnormen und -regeln für Mitglieder einer Organisation fest.
Kompetenz
Eine Kompetenz beschreibt die Handlungsfähigkeit eines Rolleninhabers. Kompetenzen können persönliche Qualifikationen (Fachwissen, Fertigkeiten, Erfahrungen) oder organisatorische Befugnisse (Ausführungs-, Verfügungs-, Weisungskompetenz) sein.
Kompetenzcenter
Das Kompetenzcenter ist das Expertenteam für BPM-Methoden. Es entwickelt Standards für den Methoden- und Werkzeugeinsatz. Weiterhin koordiniert das Kompetenzcenter Trainings- und Coaching-Maßnahmen, um eine angemessene Personengruppe für das BPM zu qualifizieren.
Kontrollfluss
Der Kontrollfluss stellt den Ablauf eines Services vom Typ Prozess dar. Er beinhaltet Kontrollschritte und Schleifen.
Kontrollmaßnahme
Eine Kontrollmaßnahme ist eine Vorschrift, wie einem Risiko entgegen zu wirken ist.
Kontrollschritt
Ein Kontrollschritt ist eine Stelle im Kontrollfluss, an der dem Service-Ausführenden Steuerungsmöglichkeiten eingeräumt werden. Zu dieser Prozessteuerung zählen der Aufruf und Empfang von Services.
Kosten
Die Kosten eines Services entsprechen dem in einer Währung bewerteten Ressourcenverbrauch zuzüglich der direkten Ausgaben. Die Verringerung der Prozesskosten bzw. Steigerung der Effizienz stellt ein Potenzial dar, das durch Beseitigung von Schwachstellen erschlossen werden kann.
Liegezeit
Die Liegezeit ist die unproduktive Zeit, in der ein Objekt nicht bearbeitet, geprüft oder transportiert wird. Die Liegezeit nimmt einen Teil der gesamten Durchlaufzeit ein.
Medienbruch
Ein Medienbruch ist ein Wechsel des Information tragenden Mediums innerhalb eines Informationsverarbeitungsprozesses. Ein häufiger Fall ist die manuelle Handhabung von Daten, die bereits elektronisch vorliegen.
Medium
Das Medium beschreibt, in welcher Form Daten übermittelt werden. Medien können u.a. Telefon, Fax, E-Mail, EDI oder Brief sein.
Nachricht
Eine Nachricht stellt einen Informationsaustausch zwischen dem Service-Konsumenten und dem Service-Anbieter dar.
Es lassen sich Auftragsnachrichten, eingehende und ausgehende Nachrichten sowie Erfüllungsnachrichten unterscheiden.
Notifikation
Eine Notifikation stellt eine Information an Dritte dar. Sie hat keinen Einfluss auf den Prozessverlauf.
Orchestrierung
Mit Orchestrierung wird eine Form der Prozessgestaltung bezeichnet, bei der mehrere Services miteinander verbunden werden. Die Reihenfolge der Service-Aufrufe wird durch den Kontrollfluss festgelegt.
Organigramm
Das Organigramm stellt die hierarchische Struktur bzw. Aufbauorganisation eines Unternehmens dar. Ausgehend von der Unternehmensleitung werden die Organisationseinheiten gemäß ihrer Weisungsbefugnis angeordnet.
Organisationseinheit
Eine Organisationseinheit ist eine real existierende, hierarchisch verankerte Gruppe von Mitarbeitern eines Unternehmens, z.B. eine Abteilung oder ein Bereich.
Potenzial
Ein Potenzial ist ein messbarer Nutzen, der durch Verbesserung des Prozesses in Form einer Schwachstellenbehebung realisiert werden kann. Potenziale beziehen sich auf die Arten Qualität, Zeit, Kosten und Risiko.
Prozess
Ein Prozess im allgemeinen Sinn beschreibt die zeitliche und logische Abfolge von Tätigkeiten, Schritten oder Phasen. Im Rahmen der AMADEE Methodik sind allein Geschäftsprozesse von Bedeutung. Hier wird der Prozess über den Kontrollfluss abgebildet.
Prozessende mit Ergebnislieferung
Das Prozessende mit Ergebnislieferung stellt den Punkt im Kontrollfluss dar, an dem sowohl der Kontrollfluss endet als auch dem Konsumenten die Erfüllungsnachricht gesendet wird.
Prozessende ohne Ergebnislieferung
Das Prozessende ohne Ergebnislieferung stellt allein das Ende des Kontrollflusses dar. Die Erfüllungsnachricht wurde dem Konsumenten bereits zuvor gesendet.
Prozesslebenszyklus
Der Prozesslebenszyklus beschreibt die Phasen eines Geschäftsprozesses von der Ist-Analyse (Ist-Modell), über das Soll-Design (Soll-Modell) hin zur Implementierung und kontinuierlichen Verbesserung. Übergreifende Funktionen nehmen die Reifegrad-Bestimmung, die Prozessstrategie, die Prozessorganisation und das Projektmanagement ein.
Prozessstart
Der Prozessstart stellt den Beginn eines Kontrollflusses dar.
Qualität
Die Qualität eines Services ist der Erfüllungsgrad von Anforderungen an diesen Service. Die Messung erfolgt auf Basis festgelegter Merkmale und kann sowohl objektiv als auch subjektiv sein. Die Steigerung der Service-Qualität stellt ein Potenzial dar, das durch Behebung von Schwachstellen erschlossen werden kann.
Ressource
Eine Ressource ist ein Hilfsmittel für die Ausführung eines Services. Einem initialen Service-Aufruf, einer Interaktion und einer Intervention können Ressourcen zugeordnet werden.
Risiko
Ein Risiko ist ein Ereignis, das in einem Geschäftsprozess auftreten kann und zu negativen Auswirkungen führt.
Rolle
Eine Rolle steht stellvertretend für Personen, die Services verantworten bzw. ausführen. Rollen können einer Organisationseinheit zugeordnet werden.
Rüstzeit
Die Rüstzeit definiert die Zeit, die zur Vorbereitung einer wertschöpfenden Tätigkeit notwendig ist. Die Rüstzeit nimmt einen Teil der gesamten Durchlaufzeit ein.
Schleife
Eine Schleife definiert einen Bereich im Kontrollfluss, der mehrmals durchlaufen werden kann. Die Schleife wiederholt sich solange, bis die Schleifenbedingung nicht mehr erfüllt ist.
Schnittstelle
Die Schnittstelle legt fest, was ein Service bewirkt. Sie umfasst die Auftragsnachricht, die Erfüllungsnnachricht sowie ggf. eingehende und ausgehende Nachrichten.
Schwachstelle
Eine Schwachstelle ist ein Problem im Prozess, das Verbesserungspotenziale beinhaltet. Während sich Service-Schwachstellen automatisch aus dem Modell ableiten lassen, müssen Prozess-Schwachstellen manuell festgelegt werden.
Schwimmbahn
Eine Schwimmbahn repräsentiert in einer ServiceMap eine Organisationseinheit. Sie wird weiter in Rollen unterteilt. Schwimmbahnen sind horizontal abgebildet und beinhalten u.a. Services, Kontrollschritte oder Nachrichten.
Service
Ein Service stellt die reale Leistung einer Organisationseinheit gegenüber anderen Organisationseinheiten dar. Der Service kann entweder vom Typ eines Prozesses oder einer elementaren Interaktion sein.
Service-Anbieter
Der Service-Anbieter (kurz: Anbieter) nimmt Service-Anfragen an und ist verantwortlich für die Service-Ausführung sowie die Ergebnislieferung. Der Anbieter kann seinerseits zum Service-Konsumenten werden, wenn er einen Subservice beansprucht.
Service-Aufruf
Ein Service-Aufruf ist die Beauftragung eines Services durch den Service-Konsumenten. Der Aufruf richtet sich an den Service-Anbieter, der für die Lieferung eines Service-Ergebnisses verantwortlich ist.
Service-Controller
Der Service-Controller ist eine Rolle im service-orientierten Unternehmen. Er stellt den verschiedenen Personenkreisen im Unternehmen Service-Kennzahlen zur Verfügung.
Service-Konsument
Der Service-Konsument (kurz: Konsument) ruft einen Service auf und bekommt an dessen Ende das Ergebnis geliefert.
Service-Landschaft
Eine Service-Landschaft ist eine grafische Übersicht aller ServiceMaps eines Unternehmens. Sie verbindet die Aufbauorganisation mit der Ablauforganisation, indem ServiceMaps an den Schnittpunkten der zuständigen Organisationseinheiten und Geschäftsdomänen dargestellt werden.
Service Level
Ein Service Level ist ein Teil der Beschreibung eines Services hinsichtlich der Ausführungsmerkmale Zeit, Kosten und Qualität. Zu einem Service können mehrere Service Levels definiert sein. Service Levels sind die Grundlage für Service Level Agreements (SLA) zwischen Konsument und Anbieter oder für Service-Level-Protokolle (SLP).
Service Level Agreement
Ein Service Level Agreement (SLA) ist eine Vereinbarung zwischen Konsument und Anbieter. Gegenstand der Service Level Agreements sind die Merkmale Zeit, Kosten und Qualität. Aufgrund der vertraglichen Regelung von Service Level Agreements führt ein Verstoß in der Regel zu Sanktionen.
Service-Level-Protokoll
Ein Service-Level-Protokoll (SLP) ist eine Dokumentation von Service-Merkmalen hinsichtlich Zeit, Kosten und Qualität. Service-Level-Protokolle beinhalten Ist-Werte zum Service und haben keine vertragliche Verbindlichkeit wie Service Level Agreements.
Service-Level-Vorlage
In einer Service-Level-Vorlage werden Service Levels zu einer Schnittstelle definiert. Diese vordefinierten Service Levels können auf Services angewendet werden, um einheitliche Kriterien für die Durchlaufzeit, Qualität und Kosten festzulegen.
Service-Manager
Der Service-Manager ist eine Rolle im service-orientierten Unternehmen. Er ist für die Gestaltung und Performanz seiner Services verantwortlich.
Service-Netz
Ein Service-Netz visualisiert die Service-Beziehungen zwischen verschiedenen Organisationseinheiten.
Service-orientierte Architektur
Eine service-orientierte Architektur (SOA) ist ein konzeptioneller und technologischer Ansatz, bei dem einzelne Geschäftsprozessschritte als IT-Services definiert und zu einem zusammenhängenden Geschäftsprozess orchestriert werden.
Service-Paradigma
Das Service-Paradigma ist ein Basiskonzept der AMADEE, das allen methodischen und technologischen Elementen des Geschäftsprozessmanagements zugrunde liegt. Es beschreibt einen Service als Kunden-Lieferanten-Beziehung.
Service-orientiertes Unternehmen
Ein service-orientiertes Unternehmen (engl. SOE – Service Oriented Enterprise) ist eine Organisation, deren interner wie externer Leistungsaustausch in Form von Services verstanden und gestaltet wird. Das service-orientierte Unternehmen kann als Transformation des technischen Ansatzes der service-orientierten Architektur auf fachliche Services verstanden werden.
Service-Qualitätsmanager
Der Service-Qualitätsmanager überprüft die Qualität von Service-Dokumenten. Er entscheidet über die Freigabe oder Nachbesserung von Dokumenten, bevor diese einer weiteren Nutzung oder der unternehmensinternen Publizierung bereit gestellt werden.
Service-Vorlage
Die Service-Vorlage ist eine Vorstufe für eine vollständige Service-Beschreibung. Ausgehend von der Schnittstelle wird der Service hinsichtlich seiner Ausführungsart näher beschrieben. Die Service-Vorlage legt fest, ob ein Service als Interaktion oder als Prozess modelliert werden soll. Im Fall eines Prozesses wird in der Vorlage der Kontrollfluss beschrieben.
ServiceMap
Eine ServiceMap ist ein grafisches Modell, das einen konkreten Geschäftsprozess in einer realen Geschäftsumgebung darstellt. In der ServiceMap werden Objekte aus der ServiceMap-Vorlage referenziert.
ServiceMap-Vorlage
In der ServiceMap-Vorlage werden alle Objekte defniniert, die für eine Prozessstandardisierung genutzt werden können. Die Informationen dienen als Vorlage für die Ausgestaltung eines realen Geschäftsprozesses in einer ServiceMap.
SOE Governance
SOE Governance bezeichnet alle steuernden und koordinierenden Maßnahmen zur Verwaltung und Entwicklung von Services entlang dem gesamten Service-Lebenszyklus. Dazu werden spezielle Richtlinien, Organisationsstrukturen, Rollen sowie Prozesse definiert und umgesetzt.
Soll-Modell
Das Soll-Modell ist ein Szenario, das die Prozesse einer Organisation darstellt, wie sie in einer optimierten Situation ausgeführt werden sollen, nachdem Schwachstellen eliminiert wurden.
Szenario
Ein Szenario umfasst die Menge aller Objekte, die im Rahmen einer zusammenhängenden Modellierungsaufgabe erstellt werden. Der Umfang des Szenarios hängt vom Ziel der Modellierung ab. Szenarien können als Dateien gespeichert und aufgerufen werden.
Transportzeit
Die Transportzeit ist die Zeit, in der ein Geschäftsobjekt von einer Bearbeitungsstelle zur nächsten befördert wird. Die Transportzeit nimmt einen Teil der gesamten Durchlaufzeit ein.
Trigger
Ein Trigger ist ein Ereignis, das Notifikationen auslöst.
Unternehmen
Ein Unternehmen ist eine rechtlich, eigenständige Organisation. Das Unternehmen kann entweder gewinnorientiert oder eine Non-Profit-Organisation sein.
Unterstützungsservices
Unterstützungsservices sind Services, die indirekt die Wertschöpfung zum Endkunden beeinflussen, z.B. in den Bereichen Materiallogistik, Personalmanagement, IT oder Gebäudemanagement.
Vollzeitkraft
Eine Vollzeitkraft (VZK) ist das Äquivalent für einen Mitarbeiter, der 100% der vertraglich üblichen Arbeitszeit leistet. Um die verfügbare Arbeitsleistung einer Organisationseinheit zu bestimmen, wird die Anzahl Vollzeitkräfte ermittelt. Sind Teilzeitkräfte beschäftigt, unterscheidet sich der VZK-Wert von der Anzahl Personen.
Vorbedingung
Eine Vorbedingung beschreibt die Voraussetzung, unter der ein Kontrollschritt gestartet oder ein Service aufgerufen wird.
Workflow
Ein Workflow ist ein automatisiert gesteuerter Teil eines Prozesses.



