Medienbruch

Diese Prozess-Schwachstelle weist folgende Merkmale auf:

  • Erneute manuelle Handhabung bereits elektronisch vorliegender Daten

  • Fehlende automatisierte Schnittstelle zwischen IT-Systemen

  • Sowohl intern zwischen Funktionsbereichen als auch extern zu Lieferanten und Kunden wahrscheinlich

Potenziale

Durch Behebung dieser Schwachstelle wird die Erschließung der folgenden Potenziale erwartet (Potenzialanalyse):

Qualität: gering

  • Bei der manuellen Handhabung von Daten können Fehler entstehen, die bei direkter elektronischer Verarbeitung ausblieben.

Zeit: hoch

  • Bei Medienbrüchen entstehen unnötige Bearbeitungs- und Liegezeiten, die die Durchlaufzeit erhöhen.

Kosten: mittel

  • Ein Medienbruch bewirkt zusätzliche Tätigkeiten, die bei medienbruchfreien Prozessen nicht notwendig wären. Es steigen gewöhnlich der manuelle Aufwand und damit die Personalkosten.

Beispiel

Ein Kunde bestellt Ersatzteile bei seinem Lieferanten über Fax. Die Bestellung wird beim Lieferanten von einem Sachbearbeiter in das ERP-System eingegeben. Die Rechnung wird allerdings auf Basis einer Vorlage des Textverarbeitungsprogramms erstellt. Dazu müssen die Rechnungs- und Lieferantendaten erneut eingetragen werden. In diesem Beispiel treten zwei Medienbrüche auf. Indem zukünftig der Kunde seine Aufträge über eine Bestellplattform an das Unternehmen richtet, kann der erste Medienbruch eliminiert werden. Die Bestelldaten werden direkt in das ERP-System übertragen. Auch die Rechnung wird automatisch erzeugt. Insgesamt kann der Prozess beschleunigt und die Kosten gesenkt werden. Zusätzlich werden die Fehler bei der Übertragung von Bestelldaten vollständig eliminiert.