Nicht wertschöpfende Tätigkeiten

Diese Prozess-Schwachstelle weist folgende Merkmale auf:

  • Überflüssige Tätigkeiten, die nicht nachgefragt werden

  • In der Regel Aktivitäten ohne positiven Einfluss auf Service-Konsument

  • Häufig historisch entstandene Tätigkeiten, die nicht wieder hinterfragt wurden

Potenziale

Durch Behebung dieser Schwachstelle wird die Erschließung der folgenden Potenziale erwartet (Potenzialanalyse):

Qualität: gering

  • Die nicht wertschöpfende Tätigkeit kann zu störenden Zusatzinformationen oder unnötigen Leistungen führen, die der Konsument nicht benötigt oder sogar ablehnt. Dies kann zu einer Verminderung der Qualitätsbewertung durch den Leistungsempfänger führen.

Zeit: mittel

  • Nicht wertschöpfende Tätigkeiten können auf dem kritischen Pfad liegen und die Durchlaufzeit verlängern.

Kosten: hoch

  • Nicht wertschöpfende Tätigkeiten erzeugen keinen Nutzen, sondern nur Kosten.

  • Die Produktivität bzw. Effizienz des Gesamtservices wird verschlechtert.

  • Beispiele für nicht wertschöpfende Tätigkeiten sind kopieren, sortieren, archivieren, recherchieren oder abstimmen.

Beispiel

Der Prozess für Geschäftsreisen wird zu einem großen Teil papier-basiert abgewickelt. Sowohl bei der Beantragung einer Geschäftsreise als auch bei der Abrechnung werden Formulare ausgefüllt und Belege angeheftet. Zur Sicherheit kopieren die Mitarbeiter alle Unterlagen, bevor sie zur Freigabe und Weiterbearbeitung eingereicht werden. Auch die Vorgesetzten machen sich Kopien, um die Vorgänge nachzuhalten. Das Kopieren der Dokumente ist nicht wertschöpfend. Wäre der Reiseprozess elektronisch unterstützt, könnten Anträge, Abrechnungen und gescannte Belege für die Beteiligten zugänglich gemacht werden. Dadurch wird der manuelle Aufwand erheblich reduziert und die Transparenz über die Vorgänge deutlich erhöht.