Risikomanagementsystem (RMS) / KonTraG
Themenbeschreibung
Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, ihre Geschäftsrisiken zu überwachen. Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) haben Geschäftsleiter die Pflicht, ein Überwachungssystem zur Erkennung von Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden, einzurichten. Auch aus anderen Gesetzesinitiativen wie BASEL II wird der Aufbau eines Risikomanagementsystems motiviert.
Ein Risikomanagementsystem (RMS) umfasst alle Instrumente und Maßnahmen zur Identifikation, Dokumentation, Analyse, Überwachung und Steuerung von Risiken. Als Risiken werden diejenigen Ereignisse bezeichnet, die das Erreichen der Unternehmensziele signifikant gefährden. Das Risikomanagement sollte nicht als rein administrative Tätigkeit zur Sicherung des bestehenden Geschäfts verstanden werden. Indem den Risiken die Definition von Unternehmenszielen voraus geht, können in diesem Zusammenhang auch Chancen thematisiert werden. Weiterhin lassen sich Synergien aus der Kombination des RMS mit anderen Managementsystemen, z.B. Qualität, Umwelt und Arbeitssicherheit, erzielen.
Einsatz von AMADEE 3.0
Die Durchführung eines Risikomanagements erfolgt über mehrere Phasen. Zu Beginn identifizieren Sie alle signifikanten Risiken. Risikokategorien sind bspw. Markt, Finanzen, Recht und Geschäftsbetrieb. Die Risiken werden beschrieben und bewertet. Anschließend werden die Ergebnisse der Risikoinventur zusammengeführt und im Risikobericht dokumentiert.
Mit der Transparenz über die Unternehmensrisiken können Sie Maßnahmen festlegen, um die Risiken zu minimieren. Ordnen Sie in AMADEE 3.0 die Risiken Ihren Geschäftsprozessen zu. Risikorelevante Prozesse befinden sich bspw. in den Bereichen Geschäftsplanung, Kundenmanagement, Marketing, Projektmanagement, Lieferantenmanagement, Produktentwicklung, Logistik, Qualitätsmanagement, Finanzen, Personal und IT. Mit der Schwachstellenanalyse zeigen Sie Punkte in Ihren Prozessen auf, die Risiken unzureichend begegnen. Über eine Neugestaltung der Prozesse werden diese Governance-Schwachstellen eliminiert. Sind Ihre Geschäftsprozesse automatisiert, können darüber hinaus, auf Basis von Kennzahlen und Schwellenwerten, Alarmmeldungen ausgelöst werden.
Ergänzend zur prozessbezogenen Risikominderung können Sie mit AMADEE 3.0 Ihre Risikomanagementprozesse gestalten. Die service-orientierte Methodik von AMADEE schafft klare Verantwortlichkeiten und Schnittstellenbeschreibungen. Darüber hinaus lassen sich Service Levels und Key Performance Indicators für die RMS-Prozesse definieren. Mit diesen Maßnahmen gehen Sie sicher, dass sich das Risikomanagement als funktionierende Einheit in Ihr Unternehmen integriert.



