Schnittstelle
Bedeutung
Jeder Service-Vorlage und somit jedem Service muss eine Schnittstelle zugewiesen werden. Die Schnittstelle legt fest, was ein Service bewirkt. Eine Schnittstelle kann dabei auch mehreren Service-Vorlagen zugeordnet sein. Im Gegensatz zu anderen Objekten ist die Schnittstelle im grafischen Model nicht als einzelnes Symbol erkennbar. In der Schnittstelle wird die Kommunikation zwischen Service-Konsument und Service-Anbieter definiert (siehe: Service-Paradigma). Dazu enthält sie Informationen über die auslösende Auftragsnachricht und die abschließende Ergebnislieferungsnachricht. Durch die Verwendung von weiteren Nachrichten (siehe Eingehende Nachricht und Ausgehende Nachricht) können während der Service-Ausführung Informationen ausgetauscht werden. Diese beeinflussen den Prozessverlauf direkt oder indirekt. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Schnittstelle ist das Geschäftsobjekt. Dieses stellt ein betrieblich relevantes Objekt dar, das durch einen Service wertschöpfend beeinflusst wird.
Beispiel
Für das Anfertigen einer Kostenaufstellung wird eine Schnittstelle "Erstellung Kostenaufstellung" angelegt. Die Auftragsnachricht lautet "Anfrage Kostenaufstellung". Das Ergebnis in Form einer Erfüllungsnachricht ist die Kostenaufstellung selbst. Das Geschäftsobjekt stellt in diesem Fall ebenfalls die Kostenaufstellung dar, die im Laufe des Prozesses erstellt wird.
Anlegen
Zum Anlegen einer Schnittstelle verwenden Sie bitte die Schaltfläche "Schnittstelle" im Register "Einfügen". Dadurch wird im Schnittstellen-Ordner innerhalb der aktuell selektierten ServiceMap-Vorlage eine neue Schnittstelle erzeugt.
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Neue Schnittstelle anlegen |
Eigenschaften
Folgende Eigenschaften lassen sich für die Schnittstelle definieren:
Die Bezeichnung der Schnittstelle lehnt sich an den zu beschreibenden Services an, z.B. "Prüfung Produktionscharge", "Erstellung Marketing-Bericht" oder "Durchführung IT-Schulung". In der Bezeichnung kann der Schnittstellenbegriff verwendet werden, z.B. "Durchführung IT-Schulung Schnittstelle".
Die Version gibt an, welcher Modellierungsstand in der Schnittstelle abgebildet ist. Eine aktuelle Schnittstelle besitzt eine höhere Versionsnummer als eine ältere.
Mit dem Geschäftsobjekt wird dasjenige betrieblich relevante Objekt benannt, das durch den Service wertschöpfend beeinflusst wird. In der Regel gibt die Bezeichnung der Schnittstelle Auskunft über das Geschäftsobjekt. Zum Beispiel ist für die Schnittstelle "Erstellung Marketing-Bericht" der Marketing-Bericht das entsprechende Geschäftsobjekt.
Die Sichtbarkeit gibt an, in welchen Teilen eines Szenarios die Schnittstelle genutzt werden kann. Eine private Schnittstelle darf bspw. nur von einer Service-Vorlage derselben ServiceMap-Vorlage verwendet werden. Während eine als geschützt gekennzeichnete Schnittstelle nur für alle hierarchisch miteinander verbundenen ServiceMap-Vorlagen gilt, beschreibt domänenintern den Bereich einer Geschäftsdomäne. Öffentliche Schnittstellen sind im gesamten Szenario verfügbar.
Die Auftragsnachricht benennt die Information, die zur Beauftragung eines Services vom Konsumenten an den Anbieter gesendet wird.
Die Erfüllungsnachricht benennt die Information, die zum Ende des Services an den Konsumenten geliefert wird. Sie kann auch das Service-Ergebnis beinhalten.
In der Beschreibung geben Sie ergänzende Erläuterungen zur Schnittstelle, z.B. über die Absicht der weiteren Verwendung in unterschiedlichen Service-Vorlagen bzw. Services.
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Anlegen einer neuen Schnittstelle:

Anlegen einer zugehörigen eingehenden Nachricht:
Anlegen einer zugehörigen ausgehenden Nachricht:

Anlegen einer Service-Vorlage als Prozess:
Anlegen einer Service-Vorlage als menschliche Interaktion:

Anlegen einer Service-Vorlage als System-Interaktion:

Löschen der ausgewählten Schnittstelle:





