Quick References: Schwachstellen

Service-Schwachstellen

Inkonsequente Ergebnisverantwortung

  • Fehlende Gesamtverantwortung für den Service

  • Wechsel der Verantwortung während der Ausführung eines Services

  • "Staffellauf", dargestellt als Sprung des Kontrollflusses zwischen verschiedenen Rollen

  • Nachrichtenaustausch nicht zwischen Konsument und Anbieter, sondern zu Dritten

Fehlende Service Levels

  • Fehlende Angaben zum Service hinsichtlich Qualität, Zeit und Kosten

  • Konsument in einzelnen Aspekten der Leistung im Unklaren gelassen

  • Kein Abgleich zwischen der Leistungsfähigkeit des Anbieters und den Erwartungen des Konsumenten

Impliziter Service-Aufruf

  • Fehlende direkte Aufforderung zur Erbringung eines Services

  • Ungeklärte Zuständigkeit für Services

  • Feststellung der Erforderlichkeit eines Services durch aktive Nachprüfung durch den Anbieter

  • Gewohnheit, generelle Vereinbarungen oder unverbindliche Aufgabendefinition als Ursache impliziter Service-Aufrufe

Implizite Nachricht

  • Fehlende direkte Übermittlung von Nachrichten zwischen Anbieter und Konsument

  • Erhalt der Nachricht durch aktive Nachprüfung durch den Empfänger

  • Uninformierter Konsument über Fortschritt der Service-Ausführung

  • Gewohnheit oder generelle Vereinbarungen als Ursache für implizite Nachrichten

Implizite Ergebnislieferung

  • Fehlende direkte Ergebnislieferung durch den Anbieter

  • Unklarheit des Konsumenten über Abschluss der Leistung

  • Erhalt des Service-Ergebnisses durch aktive Nachprüfung durch den Konsumenten

  • Gewohnheit oder generelle Vereinbarungen als Ursache für eine implizite Ergebnisrückgabe

Beziehnungsstörung

  • Zwischen zwei Organisationseinheiten treten immer wieder Konflikte und Spannungen auf.

  • Ursachen für Beziehungsstörungen liegen in der Vergangenheit und können durch persönliche Verletzungen entstanden sein.

  • Beziehungsstörungen manifestieren sich in den Geschäftsprozessen, bei denen beide Organisationseinheiten in Form von Service-Beziehungen aufeinander angewiesen sind.

Prozess-Schwachstellen

Große Anzahl Schnittstellen / Prozessbeteiligte

  • Zu viele Prozessbeteiligte

  • Unnötig viele Wechsel zwischen verschiedenen Rollen bei der Ausführung des Services

  • Ausführung der Aufgaben gestückelt und auf mehrere "Köpfe" verteilt

Große Anzahl Varianten / Hohe Aufgabenkomplexität

  • Große Anzahl von Auftragsvarianten und Nachrichten (Black-Box-Sicht auf Services)

  • Komplexe Entscheidungsstruktur bei der Service-Ausführung (White-Box-Sicht auf Services)

  • Geringer Grad der Standardisierung bzw. Regulierung

Ineffiziente Informationslogistik

  • Umständliche und zeitaufwändige Transportwege physischer Dokumente

  • Unnötige Sortiervorgänge oder Lageraktivitäten

Mangelhafte Adressierung

  • Fehlende Übereinstimmung zwischen Adressat und beabsichtigtem Empfänger einer Nachricht

  • Bestimmung des richtigen Adressaten nicht oder nur erschwert möglich

  • Unzustellbarkeit der Nachricht wahrscheinlich

Mangelhafte Information

  • Mangelhafter Informationsgehalt eines Service-Auftrags, einer Nachricht, einer Notifikation oder eines Service-Ergebnisses

  • Falsche, unvollständige, veraltete oder unklare Informationen

Nicht wertschöpfende Tätigkeit

  • Überflüssige Tätigkeiten, die nicht nachgefragt werden

  • In der Regel Aktivitäten ohne positiven Einfluss auf Service-Konsument

  • Häufig historisch entstandene Tätigkeiten, die nicht wieder hinterfragt wurden

Fehlender Prozessschritt

  • Ergänzung des Prozesses um zusätzliche Aufgaben erforderlich oder empfehlenswert

Redundante Aufgabe

  • Wiederholung derselben Aufgabe durch verschiedene Personenkreise, z.B. Mehrfachprüfungen

  • Mehrfache Erfassung derselben Daten

  • Keine Datentransformation von einem in ein anderes Format, keine durchgehende "Prozessakte"

Nachteiliger Ablauf

  • Zur starre, sequenzielle Reihenfolge von Prozessschritten

  • Hoher Grad der Parallelisierung von Aufgaben

  • Langer kritischer Pfad durch Schleifen

  • Schlechte Wahl von Vor-Bedingungen einzelner Kontrollschritte

Hoher Anteil manueller Tätigkeiten

  • Verhältnismäßig hoher Anteil von manuell ausgeführten Aufgaben

  • Geringer Automatisierungsgrad von Tätigkeiten

  • Erforderlichkeit manueller Tätigkeiten bei handwerklichen und wissensintensiven Services

Medienbruch

  • Erneute manuelle Handhabung bereits elektronisch vorliegender Daten

  • Fehlende automatisierte Schnittstelle zwischen IT-Systemen

  • Sowohl intern zwischen Funktionsbereichen als auch extern zu Lieferanten und Kunden wahrscheinlich

Systembruch

  • Große Anzahl von IT-Systemen

  • Inhomogenität der IT-Landschaft

  • Technische Schnittstellen zwischen Systemen erforderlich

Nachteiliger Geschäftsobjektwechsel

  • Bei Service-Aufrufen auftretend

  • Überführung eines Geschäftsobjekts in ein anderes und dadurch Veränderung der ursprünglichen Form von Informationen

  • Wechsel häufig als Zusammenlegung oder Trennung von Geschäftsobjekten

Verschwendung

  • Übermäßiger Verbrauch von Sachleistungen

  • Einkauf von Sachleistungen, die ohne Verwendung bleiben

  • Kapazitäten, die nicht genutzt werden