Service-Vorlage
Bedeutung
Die Service-Vorlage ist ein Bestandteil einer vollständigen Service-Beschreibung (Service-Ebene). Es wird dabei zwischen drei Typen von Service-Vorlagen unterschieden. Die ausführlichste Service-Vorlage stellt der Prozess dar. Ein Service vom Typ Prozess besteht aus einem Kontrollfluss, der die einzelnen Schritte des Prozesses ausmodelliert. Die anderen beiden Typen sind die elementare menschliche und System-Interaktion. Sie bestehen lediglich aus einem Schritt, der von einem System oder einer Person ausgeführt wird. Eine Service-Vorlage vom Typ Prozess kann über Service-Aufrufe wiederum andere Service-Vorlagen beanspruchen. Die Service-Vorlage dient der Standardisierung von Abläufen in einem Geschäftsprozess. Sie erweitert die bereits in der Schnittstelle angegebenen Informationen und ist immer Bestandteil von mindestens einer ServiceMap-Vorlage.
Beispiel
In der Schnittstelle "Projektbearbeitung Schnittstelle" ist beschrieben, dass ein Projekt mit einem Projektauftrag initiiert und zum Ende ein Abschlussbericht erstellt wird. Die Service-Vorlage "Projektbearbeitung" nutzt diese Schnittstelle. Die Service-Vorlage wird als Prozess angelegt, da mehrere Schritte wie Projektplanung, Analyse, Konzeption, Umsetzung und Abschluss durchlaufen werden. Die verantwortliche Rolle ist der Projektleiter.
Anlegen
Zum Anlegen einer Service-Vorlage verwenden Sie bitte die Schaltfläche "Service-Vorlage" im Register "Einfügen" mit einer der Auswahlmöglichkeiten "Prozess", "menschliche Interaktion" oder "System-Interaktion". Dadurch wird im Service-Vorlagen-Ordner innerhalb der selektierten ServiceMap-Vorlage eine neue Service-Vorlage erzeugt.
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Neue Service-Vorlage anlegen |
Eigenschaften
Folgende Eigenschaften lassen sich, unabhängig von der Auswahl als Prozess oder Interaktion, für die Service-Vorlage definieren:
Die Bezeichnung der Service-Vorlage wird standardmäßig von der zugehörigen Schnittstelle übernommen. Sie können jedoch auch eine eigene Bezeichnung wählen. Sie sollte in dem Fall ausdrücken, was dieser Service tut, z.B. "Genehmigung durchführen", "Daten in IT-System schreiben" oder "Erstellung Marketing-Bericht". In der Bezeichnung kann der Vorlagenbegriff verwendet werden, z.B. "Bestellprozess-Vorlage".
Die Version gibt an, welcher Modellierungsstand in der Service-Vorlage abgebildet ist. Eine aktuelle Service-Vorlage besitzt eine höhere Versionsnummer als eine ältere.
Sie wählen eine Schnittstelle aus, die als Basis für die Service-Vorlage dient.
Die Service-Vorlage ist einer Servicegeber-Rolle zugeordnet, um Zuständigkeiten zu regeln.
Die Sichtbarkeit bestimmt den Domänenbereich, aus dem eine andere Service-Vorlage stammt, die die betrachtete Service-Vorlage sehen und aufrufen darf.
Unter Geschäftsobjekt legen Sie fest, ob das Geschäftsobjekt aus der Schnittstelle übernommen werden soll oder eine Spezifizierung für die Service-Vorlage gilt. Beispielsweise könnte in der Schnittstelle das Objekt "IT System" definiert sein, das für die betrachtete Vorlage jedoch in "Kundenmanagementsystem" abgewandelt wird.
Die Eigenschaft "lokalisierbar" erlaubt, dass ein Service einer Organisationseinheit auch vom vorgegeben Standard abweichen darf. Der Service nutzt in diesem Fall eine vom Standard abweichende Service-Vorlage, die sich jedoch auf eine gemeinsame Schnittstelle zurückführen lässt.
Die Einstellung "mitnutzbar" gibt an, dass ein Service, der diese Service-Vorlage anwendet, auch in einer anderen ServiceMap als der eigenen verwendet werden kann. Beispielsweise führt die Personalabteilung in Boston einen Service "Gehaltsabrechnung" aus. Der regionale Standort Bangkok ist ebenfalls für die Gehaltsabrechnung zuständig und nutzt die gleiche Service-Vorlage. Wenn die Service-Vorlage als "mitnutzbar" gekennzeichnet ist, kann Bangkok die Ausführung des Services auch stellvertretend durch Boston vornehmen lassen. Auf diese Weise können die Leistungen von Shared Service Center unternehmensweit genutzt werden.
Im Eigenschaftsbereich "Schnittstelle" können Sie die Auftragsnachricht und die Erfüllungsnachricht der zuvor ausgewählten Schnittstelle verändern. Bitte beachten Sie, dass diese Änderung Auswirkungen auf alle Services hat, die diese Schnittstelle nutzen.
Bei menschlichen und System-Interaktionen gibt der Ressourcentyp an, welche Art von Ressource die Ausführung des Services unterstützt.
Im Bereich Kompetenzen beschreiben Sie die Anforderungen bzw. Rahmenbedingungen für die Rolleninhaber eines Services. So legen Sie bei Berechtigung die notwendigen Befugnisse eines Service-Ausführenden fest, z.B. Spielräume für Vertragsverhandlungen. Die Qualifikation umfasst bspw. Wissen, Erfahrungen, Fähigkeiten oder Ausbildungsnachweise.
In der Beschreibung geben Sie weitere Erläuterungen zur Service-Vorlage, z.B. hinsichtlich Sonderfälle.
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Anlegen einer neuen Service-Vorlage als Prozess:
Anlegen einer neuen Service-Vorlage als menschliche Interaktion:
Anlegen einer neuen Service-Vorlage als System-Interaktion:

Löschen der ausgewählten Service-Vorlage:





