Six Sigma
Themenbeschreibung
Six Sigma ist ein statistisches Maß, das im Rahmen des Qualitätsmanagements eingesetzt wird, um Prozesse und Produkte fehlerfrei zu gestalten. Die Kennzahl steht für 3,4 Fehler pro Million Fehlermöglichkeiten. Diese Zielgröße ist ein anspruchsvoller Wert, der in der Praxis selten erreicht wird. Stattdessen sind Unternehmen bestrebt, die Qualitätsniveaus ihrer Prozesse und Produkte permanent zu erhöhen. Dadurch sollen die Kundenzufriedenheit verbessert und die Kosten gesenkt werden. Die Kostensenkung ist nicht nur die Folge von schlanken Prozessen, sondern auch der höheren Produktqualität. Six Sigma steht somit für ein umfassendes Qualitätsmanagementprogramm.
Six Sigma als Programm bzw. Managementkonzept umfasst Strukturen, Prozesse, Methoden und eine Qualitätsphilosophie. Die Qualitätsphilosophie besteht aus Prinzipien wie keine Fehler, schlanke Prozesse, datenbasierte Entscheidungsfindung oder kontinuierliche Verbesserung. Die Strukturen werden über Six-Sigma-Rollen und Komitees gebildet. Da Verbesserungen über viele, relativ kleine Projekte umgesetzt werden, ist das DMAIC-Vorgehen der wichtigste Prozess im Rahmen von Six Sigma. DMAIC ist die Abkürzung für die fünf Phasen eines Verbesserungsprojekts - Define, Measure, Analyze, Improve und Control. Ein umfassendes Methodenset unterstützt die Ausführung dieser fünf Phasen.
Einsatz von AMADEE 3.0
Die Six-Sigma-Methoden lassen sich in drei Gruppen einteilen. Die erste Gruppe besteht aus Projektmanagementinstrumenten wie Projektauftrag, Stakeholder-Analyse, Kreativitätstechniken, Maßnahmenplanung und Projektdokumentation. Die zweite Gruppe umfasst statistische Techniken, z.B. zur Datensammlung, Datenauswertung und Visualisierung. Die dritte Methodengruppe steht in Zusammenhang mit dem Produkt- bzw. Prozessdesign. AMADEE 3.0 unterstützt das Produktdesign ausschließlich bei Dienstleistungen, da diese als Prozesse dargestellt werden können (nicht Industriegüter). Für das Prozessdesign können Sie jedoch AMADEE 3.0 vielseitig einsetzen. Ihre Prozesse werden in ServiceMaps abgebildet. Auf dieser Grundlage führen Sie eine Schwachstellenanalyse durch, die u.a. Schnittstellen, die Wertschöpfung, Verschwendungen, IT-Einsatz und Durchlaufzeit einschließt. Mit der AMADEE Notation werden Ihre Prozesse einheitlich und übersichtlich beschrieben, so dass die Diskussion zwischen Projektbeteiligten gefördert wird. AMADEE integriert prozessbezogene Six-Sigma-Methoden und erhöht die Wirksamkeit von Verbesserungsprojekten.
AMADEE 3.0 ist weiterhin das ideale Werkzeug zur Planung eines einheitlichen Vorgehens für Six-Sigma-Projekte. In der Regel durchlaufen Projekte die fünf Phasen Define, Measure, Analyze, Improve und Control. Dabei kommen Methoden und Werkzeuge aus den Bereichen Projektmanagement, Statistik und Prozessgestaltung zum Einsatz. Beteiligte Rollen sind bspw. Projektsponsor, Black Belt, Green/Yellow Belts sowie Fachexperten. Sowohl die geeignete Methodenauswahl als auch das jeweilige Vorgehen und die Zusammenarbeit der Projektbeteiligten können zur Herausforderung werden. Je klarer Sie den allgemeinen Ablauf Ihrer Six-Sigma-Projekte vordefinieren, desto zielgenauer erfolgt die Durchführung im Einzelfall. In einer ServiceMap sind alle beteiligten Projektrollen als Schwimmbahnen dargestellt. Ein Six-Sigma-Projekt wird als Service modelliert, der durch einen Projektauftrag initiiert und mit der Lieferung der Abschlussdokumentation beendet wird. Die Projektaufgaben werden den einzelnen Rollen zugeordnet und über den Kontrollfluss miteinander verbunden. Formulare sowie Software-Ressourcen sind den Aufgaben zugeordnet, so dass ein umfassendes Bild vom Ablauf eines Six-Sigma-Projekts entsteht. Die Prozessbeschreibung fördert die einheitliche und zielgerichtete Durchführung von Projekten und dient als Trainingsinstrument für Six-Sigma-Schulungen.



